Über das Portal

Nabelschnurblut: Faszinierend und spannend zugleich. Doch welche Arbeitsschritte sind notwendig, um Nabelschnurblut einzulagern? Welche Rolle spielen aktive Kommunikation und Vertrauen für Eltern? Das Portal soll Einblicke geben, wie adulte Stammzellen, speziell Nabelschnurblut behandelt werden muss. Welche Forschungsansätze verfolgt und unterstützt werden und was Eltern darüber wissen müssen. Kurz: Es wird der Vorhang gehoben und die verschiedenen Facetten einer Nabelschnurblutbank aufgezeigt. Die Beiträge auf dem Portal sollen dazu beitragen, das komplexe biologische und wissenschaftlichen Know-how, über welches die Mitarbeiter einer Nabelschnurblutbank und die Forscher gleichermaßen verfügen, für Eltern und Interessierte transparent zu machen.

Herbstforum der Gesellschaft für Regenerative Medizin

Dass die Zukunft in der Regenerativen Medizin liegt, steht inzwischen fest. Dennoch bleibt oftmals die Frage nach der Finanzierung offen. Um einen Lösungsansatz zu finden, organisiert die Gesellschaft für Regenerative Medizin (GRM) am Freitag, 14. November 2008, das diesjährige Herbstforum unter dem Titel „Regenerative Medizin – Hoffnungsträgerin der Zukunft. Wer soll das bezahlen?“ Die Veranstaltung bietet Vertretern aus Gesundheitssektoren, wie Wissenschaft, Gesundheitswesen und Biotech-Industrie, die Möglichkeit über potenzielle Chancen der Regenerativen Medizin zu sprechen. Dabei wird auch das Thema Stammzellen aus Nabelschnurblut eine bedeutende Rolle spielen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Gewebe aus Nabelschnurblut oder Transplantation von Fremdgewebe – eine Frage der Einlagerung

Die Forschung mit Nabelschnurblut hat gezeigt, dass es in naher Zukunft möglich sein wird, aus den darin enthaltenden Stammzellen Gewebe zu produzieren. Damit ein Patient auf diese Möglichkeit der Heilung beziehungsweise Transplantation zurück greifen kann, muss eigenes oder Nabelschnurblut von einem Spender zur Verfügung stehen. Solange das nicht der Fall ist, sind Betroffene von schweren Erkrankungen oder Unfallopfer auf Gewebespenden angewiesen. Genau wie die Einlagerung von Nabelschnurblut, unterliegt die Spende von Gewebe dem seit August 2007 geltenden Gewebegesetz. Es regelt die Rahmenbedingungen und macht die Einlagerung von Nabelschnurblut oder die Spende und somit den Erhalt von Gewebe für den Patienten sicherer. Um alle Fragen zu diesem Thema zu klären, veranstaltete die Deutsche Gesellschaft für Gewebetransplantation am 7. November 2008 in Berlin eine Expertentagung zu „Recht, Ethik, Ökonomie in der Gewebespende, Prozessierung und Verteilung“. Hier wurden rechtliche, ökonomische und ethische Fragen durch Vorträge und Diskussionsrunden geklärt. Weitere Informationen zur vierten Expertentagung finden sie hier.

Finanzierungsmöglichkeiten bei der Einlagerung von Nabelschnurblut

Neue Finanzierungsmöglichkeiten bei der Aufbewahrung von Nabelschnurblut könnten dafür sorgen, dass sich noch mehr Familien für diese Vorsorgeoption entscheiden. Private Nabelschnurblutbanken versuchen den Eltern entgegen zu kommen, indem die anfallenden Gebühren nicht mehr mit einem Mal gezahlt werden müssen: So können Eltern die Beträge in monatlichen oder jährlichen Raten zahlen, bekommen bei weiteren Kindern einen Treuebonus und einen Rabatt, wenn sie die Jahresgebühren im Voraus zahlen. Außerdem bieten private Unternehmen die Option an – neben  der persönlichen Aufbewahrung des Nabelschnurblutes – die Daten in eine öffentliche Spenderkartei eintragen zu lassen. Geben die Eltern dann die Freigabe für einen fremden Empfänger, erhalten sie das bisher gezahlte Geld zurück. Das hat zur Folge, dass das Spendernetzwerk für Stammzellen erheblich erweitert wird.

Nabelschnurblut wird erstmals angewendet

Private Nabelschnurblutbanken konservieren das Blut von Neugeborenen, um die darin enthaltenen Stammzellen bei einer Krankheit schnell und unkompliziert für eine Therapie zu nutzen. Vorrangig kommt das den Spendern selbst – immer auch jedem anderen Patienten zu Gute. Ein solcher Fall ereignete sich 2005 in Hannover: Ein kleiner Junge erkrankte an aplastischer Anämie, einer Krankheit bei der die Blutbildung gestört ist. Die Transplantation der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut seines Bruders half, die Krankheit schnell zu besiegen. Schon zwei Monate nach der Behandlung konnte der Junge aus der Klinik entlassen werden. Heute, drei Jahre später wird er von den Ärzten als „geheilt“ angesehen, denn er ist noch immer gesund. Der behandelnde Arzt Prof. Dr. med. Karl Welte schildert im Interview die medizinischen Aspekte des Falls. Lesen Sie hier mehr.

Eltern müssen über Nabelschnurblut aufgeklärt werden

Nabelschnurblut - Dr. Ute Heyme“Die Entwicklungen, die sich auf dem Gebiet der Stammzellmedizin in dieser kurzen Zeit vollzogen haben, sind enorm! Ich finde, darüber sollten die Eltern informiert werden”, sagt Dr. Ute Heyme, Tealmeiterin im Bereich Telesales einer privaten Nabelschnurblutbank. Das ganze Interview lesen Sie hier.

Nabelschnurblut in der Anwendung: Wissenschaft braucht ihre Zeit

„Bis die Forschung Krankheiten wie Diabetes mit Stammzellen aus Nabelschnurblut heilen kann, wird es noch ewig dauern!“ Diese pessimistische Meinung vertreten Menschen, die nicht wissen, wie viel Zeit investiert werden muss, um neue Medikamente und Therapien zu entwickeln. Aber: Die Forschung bewegt sich! Dennoch müssen einige Hürden überwunden werden, bevor Wissenschaftler ein neues Medikament auf den Markt bringen dürfen. Einerseits werden Gelder benötigt, um die Versuchsreihen durchzuführen, andererseits müssen die Experimente mehrmals wiederholt werden, um ein fundiertes Ergebnis zu erhalten. Finanziell unterstützt wird die Forschung dabei von verschiedenen Institutionen, wie beispielsweise dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Dafür müssen die Wissenschaftler allerdings im Vorfeld beweisen, dass ihre Studien innovativ, fortschrittlich und damit förderungswürdig sind. Dieser Prozess kann besonders bei sehr jungen Forschungsgebieten, wie zum Beispiel bei Stammzellen aus Nabelschnurblut, langwierig sein. Während der Forschungsreihen ist ebenfalls viel Geduld gefragt: Denn mit lebenden Zellen, wie beispielsweise Stammzellen aus Nabelschnurblut, bedeutet behutsamer Umgang oberste Priorität. Fazit: Lange Wartezeiten, was die letztendliche medizinische Anwendung beim Menschen betrifft, sind nötig um zu gewährleisten, dass neue Medikamente und Therapien den Patienten helfen und keinen zusätzlichen Schaden verursachen.

Nabelschnurblut – was in der Forschung passiert

Immer häufiger gibt es Veröffentlichungen von aktuellen Forschungsansätzen und Erfolgen aus der Zelltherapie. Es werden beispielsweise Methoden entwickelt, um Stammzellen zur Regeneration von Gewebe einzusetzen. Wer immer auf dem neuesten Stand sein will, kann sich bei privaten Nabelschnurblutbanken den Newsletter bestellen. Dort werden regelmäßig wissenschaftliche Themen rund um Stammzellen und Nabelschnurblut veröffentlicht. Hier können Sie den Newsletter ordern.

Eindrücke vom Life Science Symposium

Stammzellen aus den verschiedensten Quellen, auch aus Nabelschnurblut, werden zur Regeneration von Ischämie geschädigtem Gewebe eingesetzt. Wie, das wurde im Rahmen des dritten Fraunhofer Life Science Symposium, vom 24. bis 25. Oktober 2008 in Leipzig diskutiert. Hier trafen sich Wissenschaftler und stellten ihre Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der Zelltherapie vor. Das Rahmenprogramm wurde durch Biotechnologie-Unternehmen begleitet, die neue Geräte für den Laborgebrauch vorstellten.

Nabelschnurblut - Life Science Symposium - I. Sarel und E. LampeterNabelschnurblut - Life Science Symposium - B. OntenienteNabelschnurblut - Life Science SymposiumNabelschnurblut - Life Science Symposium

Stammzellen bei Schlaganfall und Herzinfarkt

Nabelschnurblut - Life Science SymposiumStammzellen aus Nabelschnurblut werden zunehmend und mit großem Erfolg in Wissenschaft und Klinik eingesetzt. Das wurde durch Vorträge beim dritten Fraunhofer Life Science Symposium, dass vom 24. bis 25. Oktober in Leipzig stattfand, klar. Die Veranstaltung beschäftigte sich jedoch hauptsächlich mit dem Einsatz von Stammzellen aus unterschiedlichsten Herkunftsbereichen, wie Knochenmark, Nabelschnurblut, Embryo und Reagenzglas (induzierte pluripotente Stammzellen) bei Schlaganfall und Herzinfarkt. Die Regeneration verläuft je nach Zellart unterschiedlich: Embryonale Stammzellen differenzieren in bestimmte Gewebe und Organe und übernehmen gleichsam deren Funktion. Stammzellen aus Nabelschnurblut und Knochenmark regenerieren, indem sie die Sauerstoffversorgung der betroffene Gebiete verbessern und/oder die Selbstheilung ankurbeln. Beispielsweise zeigte ein sehr bildlicher Vortrag die erstaunliche Regeneration eines diabetischen Fußes. Das Rahmenprogramm beinhaltete regelmäßige Pausen, die intensiv genutzt wurden, um sich auszutauschen und Kontakte zu knüpfen, eine Posterausstellung und ein abendliches, ungezwungenes „Get together“.

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