Bilder vom Innovationsforum
Am 23. Oktober fand in Leipzig die Veranstaltung “Innovationsforum - Demografie und Gesundheitsressourcen” statt. Als Gastgeber eröffnete der Leiter des Fraunhofer Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig, Prof. Dr. Frank Emmrich, das Experten-Treffen. Das Forschungsinstitut arbeitet innerhalb der Regenerativen Medizin, unter anderem mit Stammzellen aus Nabelschnurblut, um Gewebe und Organe zu reparieren. Die Veranstaltung widmete sich jedoch eher den Präventivmaßnahmen - der endogenen Regeneration. Dabei soll durch geistige und körperliche Fitness, die Selbstheilungskräfte des Körpers gestärkt werden. Die Moderation übernahm die Vorsitzende des organisierenden Vereins - die Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e.V. - Dr. med. Dagmar Pöthig.





Gemeinsam für Erhaltung und Regeneration
Was hat die Europäische Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern e.V. (eVAA) mit dem Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) in Leipzig zu tun? Ganz einfach – Erhaltung und Regeneration. Während die Wissenschaftler an Zelltherapieansätzen arbeiten (unter anderem mit Stammzellen aus Nabelschnurblut), um geschädigte Gewebe und Organe zu reparieren, setzt die eVAA auf endogene Regeneration. Das heißt: durch gesundheitsfördernde Maßnahmen - vor allem am Arbeitsplatz - medizinischen Therapien vorzubeugen. So luden Veranstalter eVAA und Gastgeber IZI zu Vorträgen und Diskussionsrunden im Rahmen des “Innovationsforums – Demografie und Gesundheitsressourcen” ein. Unternehmen stellten ihre innerbetrieblichen Aktivitäten vor und Dienstleister boten Services zur Gesundheitsberatung an. Für den Fall, dass trotz aller Vorsorgemaßnahmen Verschleißerkrankungen auftreten, gibt es Plan B: die Regenerative Medizin. Hier können auch Stammzellen aus Nabelschnurblut zum Einsatz kommen. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse gibt es heute auf dem Fraunhofer Symposium „Ischämie und Regeneration“.
Gesetzliche Krankenkassen unterstützen Einlagerung von Nabelschnurblut
Immer mehr werdende Eltern haben das Potenzial der Stammzellen aus Nabelschnurblut als Vorsorge erkannt. Um ihnen die Entscheidung für die Einlagerung einfacher zu machen, unterstützen mehr als 20 gesetzliche Krankenkassen die Aufbewahrung von Nabelschnurblut. Durch diese Leistung können sich zukünftig noch mehr Eltern für Einlagerung des Nabelschnurblutes ihrer Kinder entscheiden. Grund für diese Neuerung sind wissenschaftliche Erkenntnisse über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Stammzellen bei schweren Erkrankungen. Mehr Informationen finden Sie hier.
Stammzellen aus Nabelschnurblut: Experten diskutieren neue Methoden
Am Donnerstag, den 23. Oktober 2008 findet das Innovationsforum „Demografie und Gesundheitsressourcen – Neue Lösungen für den Gesundheits- und Arbeitsmarkt“ in Leipzig statt. Ziel der Veranstaltung des Fraunhofer-Instituts und der Europäischen Vereinigung für Vitalität und Aktives Altern (eVAA e.V.) ist es, Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit für die zunehmende Verschränkung von Gerontologie (Anmerkung d. Red.: Altersforschung) und Regenerativer Medizin zu sensibilisieren. Am 24. und 25. Oktober folgt das „Fraunhofer Life Science Symposium“ des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI) Leipzig. Thema der Veranstaltung ist „Ischämie und Regeneration“, wobei die Therapie ischämischer Krankheiten mit Hilfe von Stammzellen, wie sie auch im Nabelschnurblut zu finden sind, im Mittelpunkt stehen. Daneben werden sich die Wissenschaftler über therapeutische Anwendungsfelder von Stammzellen (auch aus Nabelschnurblut) bei Schlaganfällen, Herzinfarkten und Kreislaufstörungen austauschen. Das Symposium bietet eine Plattform für Mediziner, Wissenschaftler und Unternehmer mit dem Ziel Forschung und Industrie auf dem Feld der Regenerativen Medizin zu verbinden. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen finden Sie hier und hier.
Workshop: Stammzellen aus Nabelschnurblut auf dem Vormarsch
Die zunehmende Bedeutung von Stammzellen aus Nabelschnurblut war Thema des Workshops „Sources for Stem Cell Transplantations: Think across borders“. Zusammen mit der Gesellschaft für Regenerative Medizin lud Professor Dr. Anthony Ho, Ärztlicher Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie des Universitätsklinikums Heidelberg, Experten ein, um sich über Fortschritte in der Forschung mit Stammzellen aus Nabelschnurblut auszutauschen. Dabei stimmten alle überein, dass Stammzellen aus Nabelschnurblut die aus Knochenmark gewonnenen Zellen ablösen könnten. Die Spezialisten sprachen über eigene Erfolge und mögliche Perspektiven von Stammzellen aus Nabelschnurblut: So kann beispielsweise Prof. Dr. Joanne Kurtzberg auf ihre Erfahrungen, die sie in den letzten fünfzehn Jahren mit Nabelschnurblut gesammelt hat, zurückblicken – Schon mehrfach hat sie Stammzellen aus Nabelschnurblut bei Erbkrankheiten angewendet. Ein weiteres wichtiges Thema des Workshops war die Behandlung von Typ-1-Diabetes: Mit Hilfe von Studien wollen Forscher herausfinden, inwiefern Stammzellen aus Nabelschnurblut therapeutisch bei diesen Patienten eingesetzt werden können. Mehr Informationen zu den Themen des Workshops erhalten Sie hier.
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Nabelschnurblut: Mehr Prävention mit Stammzellen
Die Pressesprecherin des Berufsverbandes der Frauenärzte und Medizinjournalistin Maria-Elisabeth Lange-Ernst setzt sich in einem Interview für Prävention mit Hilfe von Stammzellen ein. In einem Interview kritisiert sie nicht nur die mangelnde Aufklärung der Bevölkerung über die Möglichkeiten von Stammzellen aus Nabelschnurblut - auch Ärzten wirft sie Unkenntnis vor: „Es gibt immerhin auch genügend Mediziner, die sich mit Nabelschnurblut und dessen Potenzial noch nicht auseinander gesetzt haben.“ Das gesamte Gespräch finden sie hier.
Stammzellen aus Nabelschnurblut können für mitwachsende Herzklappen eingesetzt werden
Wissenschaftlern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es gelungen, mitwachsende Herzklappen zu entwickeln. Dabei wird eine Spenderherzklappe mit der Methode des Tissue Engineering von ihren urprünglichen Zellen befreit und mit körpereigenen Stammzellen, wie sie auch im Nabelschnurblut vorkommen, neu besiedelt. Die Methode ist eine gute Alternative für Kinder, die an einem Herzklappenfehler leiden: Anstelle von wiederholten Operationen könnte nur ein Eingriff ausreichen, um die Patienten zu heilen. Durch den Einsatz von eigenen Stammzellen (beispielsweise aus Nabelschnurblut) wird das Gewebe nicht als Fremdkörper abgestoßen und wächst mit. Weitere Informationen erhalten Sie hier.
Buchtipp: Die Zukunft von Stammzellen aus Nabelschnurblut
Zum Thema Stammzellforschung erscheint immer mehr Literatur, die Klarheit schaffen soll. Dabei ist diese oftmals einseitig und voller vager Vermutungen. Gerd Kempermann, Arzt und Professor am DFG-Forschungszentrum für regenerative Therapien in Dresden (CRTD) hat ein Buch geschrieben, dass nicht mit utopischen Hoffnungen spielt, sondern klar und deutlich über die Zukunft der Stammzelltherapie (dazu zählen auch aus Nabelschnurblut gewonnene Zellen) Auskunft gibt: „Neue Zellen braucht der Mensch – Die Stammzellforschung und die Revolution der Medizin.“ Im Hinblick auf die zukünftigen Anwendungsfelder von Stammzellen wird auch die Bedeutung von Nabelschnurblut weiter zunehmen. Nähere Informationen zu der Buch-Neuerscheinung finden Sie hier.
Neuer Internetauftritt
Jeder guten Geschäftsbeziehung liegt gegenseitiges Vertrauen zugrunde – vor allem wenn es um ein wertvolles gut, wie Nabelschnurblut geht. Der Grundstein für ein sehr gutes wirtschaftliches Verhältnis kann mit gut zugänglichen, leicht verständlichen und transparenten Informationen gelegt werden. Wie im Fall einer privaten Nabelschnurblutbank, deren neues Internetportal nach Zielgruppen sortiert und damit besonders übersichtlich ist. So können sowohl werdende Eltern, die das Nabelschnurblut ihres Kindes einlagern wollen, als auch Wissenschaftler und Investoren, die an einer Kooperation interessiert sind, schnell die entsprechenden Informationen erhalten.
Informationsquelle Internet gewinnt an Bedeutung
Prof. Dr. Volker Ragosch ist seit sechs Jahren als Chefarzt an der Frauenklinik in Hamburg-Altona tätig und leitet dort die Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie. In der Klinik werden bei zirka 100 Geburten im Jahr Nabelschnurblut für private Banken entnommen. Der Klinikleiter erkennt hier einen Trend: „Das Thema Nabelschnurblut ist in den letzten Jahren aktueller geworden.“ Einen Grund dafür sieht er in der Zunahme an Quellen, bei denen sich Eltern informieren können. Darunter sticht für Prof. Ragosch eine ganz besonders hervor: „Das Internet gewinnt zunehmend an Bedeutung. So sind auf den Internetseiten von privaten Nabelschnurblutbanken aktuelle und kommende Anwendungsmöglichkeiten detailliert und wissenschaftlich fundiert beschrieben“, erklärt der Arzt. Dort lässt sich beispielsweise nachlesen, welche Fortschritte die Forschung erfolgreich auf dem Gebiet des Tissue Engineering und der Behandlung von Tumorerkrankungen gemacht hat. Prof. Dr. Volker Ragosch ist überzeugt: „Vom jetzigen Standpunkt aus betrachtet ist es absehbar, dass in Zukunft der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut klinischen Routine sein wird.“