Nabelschnurblut – was in der Forschung passiert

Immer häufiger gibt es Veröffentlichungen von aktuellen Forschungsansätzen und Erfolgen aus der Zelltherapie. Es werden beispielsweise Methoden entwickelt, um Stammzellen zur Regeneration von Gewebe einzusetzen. Wer immer auf dem neuesten Stand sein will, kann sich bei privaten Nabelschnurblutbanken den Newsletter bestellen. Dort werden regelmäßig wissenschaftliche Themen rund um Stammzellen und Nabelschnurblut veröffentlicht. Hier können Sie den Newsletter ordern.

Autologes Nabelschnurblut in der Anwendung

Je mehr Eltern das Nabelschnurblut ihrer Kinder einlagern lassen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es im Notfall zur Verfügung steht. Kürzlich halfen die transplantierten eigenen Nabelschnurblut-Stammzellen einem zweijährigem Mädchen aus Colorado/USA. Das Kind litt an zerebraler Lähmung, die sich in motorischen Störungen äußerte. Nach der Behandlung im Mai ist sie nun auf dem Weg in ein normales Leben. Lesen Sie hier und hier den ganzen Artikel.

Interessante Forschungsgebiete in Unternehmen

Was macht eine private Nabelschnurblutbank? Sie lagert das bei der Geburt gewonnene Nabelschnurblut ein. Eltern können auf diese Art für das eigene Kind vorsorgen oder aber auch mit der Spendenoption jedem anderen Menschen, der es braucht, helfen. Doch damit sind noch längst nicht alle Aufgabenfelder erschöpft. Zusätzlich wird an der Erschließung neuer Anwendungsfelder geforscht. Dabei helfen Kooperationen mit Wissenschaftlern aus der ganzen Welt. Erfolgversprechende Projekte sind der Kampf gegen Schlaganfall, Herzinfarkt und Diabetes I.

Wenn eine Vision Realität wird

Was braucht es, um eine private Nabelschnurblutbank zu gründen? Das fragte sich der Wissenschaftler Dr. Eberhard Lampeter. Denn er erkannte das Potenzial, das in Stammzellen aus Nabelschnurblut steckt und wollte Eltern die Möglichkeit geben, es für Ihre Kinder zu bewahren. Die Forschung beschäftigt sich inzwischen mehr und mehr mit dem Thema “Nabelschnurblut” und den darin enthaltenen, leicht zu gewinnenden und sehr jungen Stammzellen - erfolgversprechende Ergebnisse gibt es schon. Mit dem Schritt, eine private Nabelschnurblutbank aufzubauen, gilt er als Visionär unter den Wissenschaftlern. Damit eignete er sich perfekt, um den Machern des Meinungs- und Zukunftsportals 100visions Rede und Antwort zu stehen. Lesen Sie hier das gesamte Interview.

Behandelbare Krankheiten

Eingelagerte Stammzellen aus Nabelschnurblut können Krankheiten heilen. Deshalb lagern immer mehr Eltern das wertvolle Gut bei privaten Nabelschnurblutbanken ein oder spenden es öffentlichen Einrichtungen. Doch welche Krankheiten können heute schon mit Nabelschnurblut behandelt werden? Welchen Patienten kann es in Zukunft helfen? Eine übersichtliche Zusammenfassung der derzeitigen und zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten von Nabelschnurblut finden Sie hier.

Nabelschnurblut LIVE!

Wenn es um die Einlagerung oder Spende von Nabelschnurblut geht, bevorzugen viele Eltern eine persönliche Beratung, da hier die Informationen authentischer vermittelt werden. Deswegen haben private Nabelschnurblutbanken Infoabende eingerichtet, in denen Eltern viel über Stammzellen aus Nabelschnurblut erfahren und auch ganz persönliche Fragen beantwortet bekommen. Sogar die Führung durch ein gläsernes Labor wird von einem Unternehmen angeboten. So erhalten die Eltern einen lebendigen Einblick in die Welt des Nabelschnurblutes.

Nabelschnurblut - “Der Dornröschenschlaf”

Nabelschnurblut-StickstofftanksDie Stickstofftanks sind das Herzstück von VITA 34. In den bislang 49 Tanks lagert das Nabelschnurblut von bis zu 1.680 Kindern und steht im Bedarfsfall schnell zur Verfügung. Die Edelstahltanks wiegen bis zu 1.600 Kilogramm und werden speziell in den USA gefertigt. Eine Vakuumschicht im Inneren sorgt für konstante Temperaturen von bis zu minus 196 Grad Celsius. Damit die Anlagen immer einwandfrei funktionieren, werden sie täglich mehrfach überprüft. Beim Umgang mit den Tanks müssen strenge Sicherheitsvorschriften eingehalten werden: Spezielle Schutzhandschuhe, wenn Nabelschnurblutpräparate hineingelegt oder herausgenommen werden, sowie ein Gesichtsschutz beim Nachfüllen des flüssigen Stickstoffs sind für die Mitarbeiter von VITA 34 daher mittlerweile Routine.

Häufig gestellte Fragen zu Gewinnung und Einsatz von Nabelschnurblut

Nabelschnurblut-Entgegnung von VorurteilenIch habe gehört, dass Nabelschnurblut eine zu geringe Menge Stammzellen enthält, um damit einen Erwachsenen zu behandeln. Stimmt das?
Im Jahr 2006 wurden weltweit über 64 Prozent aller Nabelschnurbluttrans-
plantationen
bei Erwachsenen durchgeführt. Teilweise wurden hierfür mehrere Präparate genutzt. Die Menge der Stammzellen ist jedoch gerade im Bereich der Regenerativen Medizin irrelevant. Hier genügen bereits wenige Stammzellen, um Selbstheilungsprozesse im Körper zu unterstützen, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder um Gewebetransplantate herzustellen. Die Forschung arbeitet auch intensiv an einer Vermehrung der Zellen. Nach Expertenmeinung wird in den nächsten Jahren ein Durchbruch auf diesem Gebiet zu erwarten sein.

Birgt die Entnahme des Nabelschnurblutes gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind?
Die Entnahme des Blutes erfolgt direkt nach der Abnabelung des Neugeborenen aus dem Nabelschnurrest und der Nachgeburt (Plazenta). Diese wurden früher mit dem Klinikmüll ungenutzt entsorgt. Die Entnahme ist sowohl für Mutter als auch Kind völlig schmerzfrei und risikolos. Beide spüren von dem Vorgang nichts und dem Kind wird nichts weggenommen.

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Der Umgang mit Nabelschnurblut erfordert die Einhaltung von Richtlinien

Nabelschnurblut ist ein Arzneimittel und seine Verarbeitung erfordert die Einhaltung gewisser Richtlinien. Dr. rer. nat. Petra Rauprich kennt sie gut, denn sie ist die Schulungsbeauftragte bei VITA 34: „Wir prüfen die Räume der Krankenhäuser, schulen das Personal und reichen die entsprechenden Anträge und Gutachten bei den Behörden ein, um eine Herstellungserlaubnis zu erhalten.“ Durch ihre Arbeit können Eltern in über 800 Krankenhäusern in Deutschland entbinden und das Nabelschnurblut ihrer Kinder als Eigenvorsorge bei VITA 34 einlagern lassen. Für öffentliche Banken spenden können sie dagegen nur in etwa 100 Kliniken: „Das Problem ist die Finanzierung. Es werden eine ausgefeilte Logistik, Reinräume und zahlreiche Blutuntersuchungen benötigt, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Das kostet eine Menge Geld.“

Zusammengefasst: Die Vorteile von Nabelschnurblut

Nabelschnurblut - VorteileDie Verwendung von Stammzellen aus Nabelschnurblut birgt im Vergleich zur herkömmlichen Therapie mit Knochenmark eine Reihe von Vorteilen. Besonders das junge Alter der Zellen spricht für sie. Auch die einfache Gewinnung von Nabelschnurblut - schmerzfrei und ohne Risiko für Mutter und Kind - macht die Verwendung dieser Zellen zu einer erfolgversprechenden Alternative.

Im Gegensatz zu Stammzellen aus Knochenmark sind die Zellen nach einer Einlagerung sofort verfügbar - so gehört das Warten auf einen geeigneten Spender der Vergangenheit an. Die Aufbewahrung des Nabelschnurblutes kann über lange Zeiträume erfolgen. Durch Kryokonservierung ist eine Lagerung über einen nahezu unbegrenzten Zeitraum möglich.

Die besondere Stärke der Stammzellen aus Nabelschnurblut liegt zudem in ihrer immunologisch guten Verträglichkeit begründet: So sind beim Verwenden eigener (autologer) Stammzellen keine Abstoßreaktionen zu erwarten. Auch beim Übertragen fremder Zellen müssen die HLA-Merkmale von Spender und Empfänger – im Gegensatz zur Verwendung von Stammzellen aus Knochenmark- nicht hunderprozentig übereinstimmen. So haben ethnische Minderheiten oder Kindern gemischter ethnischer Herkunft bessere Chancen auf eine erfolgreiche Transplantation.

Im Vergleich zu embryonalen Zellen bietet der Einsatz von Stammzellen aus Nabelschnurblut im Rahmen von Forschungsaktivitäten einen weiteren Vorteil. Denn eine Verwendung in wissenschaftlichen Untersuchungen ist ethisch völlig unbedenklich.

Bildquelle: www.sxc.hu

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