Über das Portal
Nabelschnurblut: Faszinierend und spannend zugleich. Doch welche Arbeitsschritte sind notwendig, um Nabelschnurblut einzulagern? Welche Rolle spielen aktive Kommunikation und Vertrauen für Eltern? Das Portal soll Einblicke geben, wie adulte Stammzellen, speziell Nabelschnurblut behandelt werden muss. Welche Forschungsansätze verfolgt und unterstützt werden und was Eltern darüber wissen müssen. Kurz: Es wird der Vorhang gehoben und die verschiedenen Facetten einer Nabelschnurblutbank aufgezeigt. Die Beiträge auf dem Portal sollen dazu beitragen, das komplexe biologische und wissenschaftlichen Know-how, über welches die Mitarbeiter einer Nabelschnurblutbank und die Forscher gleichermaßen verfügen, für Eltern und Interessierte transparent zu machen.
Nabelschnurblut - Lexikon
Das Lexikon - Synonym für Quelle unerschöplichen Wissens. Doch was ist mit so speziellen Fragen wie: Welche Zellen gibt es im Nabelschnurblut? Gibt es noch weitere Stammzellarten im Nabelschnurblut? Wie kommt das Nabelschnurblut aus dem Kreissaal in den Stickstofftank? Was bedeutet HLA? Bei welchen Krankheiten werden Nabelschnurblutstammzellen eingesetzt? Was hat die Wissenschaft mit Nabelschnurblut vor? Dafür gibt es ein Online-Nabelschnurblut-Lexikon, das sich ausschließlich mit Nabelschnurblut und Stammzellen befasst. Der Vorteil: die schnelle Aktualisierbarkeit - so kann auch auf den momentanen Stand der Forschung Rücksicht genommen werden. Interessiert? Das Nachschlagewerk finden Sie hier.
Nabelschnurblut überzeugt auch Prominente
Zu den Kunden einer privaten Nabelschnurblutbank gehören neben Eltern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, auch Prominente: So haben sich Martina Ertl-Renz, ehemalige Skirennläuferin, Dennis Eilhoff, Fußballer bei Arminia Bielefeld und Schauspielerin Mariella Ahrens für die Einlagerung von Nabelschnurblut entschieden. Interviews über die Beweggründe der Stars, das Nabelschnurblut Ihrer Kinder aufzubewahren, finden Sie hier, hier und hier.
Nabelschnurblut-Einlagerung: Beratung mit Fingerspitzengefühl
Fachliche Kompetenz und Einfühlungsvermögen – die zwei wichtigsten Eigenschaften, die ein Mitarbeiter im Team von Dr. Ute Heyme haben muss. Sie ist als Teamleiterin verantwortlich für die telefonische Kundenbetreuung bei der privaten Nabelschnurblutbank VITA 34. „Die werdenden Eltern interessieren sich für die zukünftigen Nutzungsoptionen der Nabelschnurblutstammzellen und den momentanen Stand der Forschung auf diesem Gebiet“, begründet Dr. Ute Heyme den naturwissenschaftlichen Hintergrund ihrer Kollegen. Ihr Team betreut und berät Eltern, die erwägen, das Nabelschnurblut ihrer Kinder einlagern zu lassen. „Wir sehen uns als Ratgeber und Begleiter, beschreibt die Teamleiterin ihre Rolle. „Wir versuchen, jedem Anrufenden die Hilfestellung zu geben, die er in dem Moment braucht und entwickeln ein Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse der werdenden Eltern. Deshalb ist ein gewisses Fingerspitzengefühl für die Arbeit hier unentbehrlich.“
Nabelschnurblut - privat einlagern oder spenden?
Niko Müller hat sich ganz den glücklichsten Menschen der Welt verschrieben: Werdenden Eltern. „Wir haben jeden Tag mit Familien und ihren Kindern zu tun, was gibt es Schöneres?“ Er ist Leiter des Außendienstes bei VITA 34: „Wir informieren und schulen nicht nur das Klinikpersonal und die Gynäkologen, sondern sprechen auch direkt mit den werdenden Eltern.“ Diese sind häufig hin- und hergerissen, ob sie das Nabelschnurblut ihres Kindes spenden und damit auch anderen zur Verfügung stellen oder es lieber als private Vorsorge nutzen möchten. Da kann Niko Müller mit einer neuen Lösung helfen: „Unsere Zusatzoption VITAplusSpende ermöglicht es Eltern, das Nabelschnurblut ihrer Kinder als private Vorsorge einzulagern und die Daten des Blutes gleichzeitig anonym in ein internationales Spenderregister einstellen zu lassen. So kann im Notfall einem kranken Menschen irgendwo auf der Welt geholfen werden, wenn die Eltern das zu diesem Zeitpunkt auch wollen.“
Nabelschnurblut: Die jüngsten adulten Stammzellen
“Menschliches Leben lebenswert machen” – das ist der Ansatz von Dr. Alexandra Stolzing. Sie leitet die Arbeitsgruppe Stammzellbiologie am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig. Ihr Ziel ist es, Alterungsprozesse in Zellen aufzuklären, um sie im Umkehrschluss zu verjüngen. Dabei leisten Stammzellen aus Nabelschnurblut einen entscheidenden Beitrag, denn “sie sind die jüngsten adulten Stammzellen. Die Erforschung ihrer Signalwege und Genaktivität wird den Erkenntnisprozess unterstützen”. Das Zauberwort heißt: Reprogrammierung. In Zukunft sollen dem Patienten “alte” Stammzellen entnommen und “junge” wieder eingesetzt werden. “Es wird auch in Zukunft alte Menschen geben, aber Begleiterscheinungen wie schwache Knochen können gemildert werden”. Das Besondere an der Arbeit der Forscherin ist, dass sie die Reprogrammierung ohne Viren bewerkstelligen will. Denn diese schleusen sich in das Erbgut des Menschen ein und können wieder aktiviert werden. So könnten Krankheiten ausgelöst werden. “Das wollen wir vermeiden”. Alexandra Stolzing rechnet damit, die verjüngten Zellen schon 2009 am Tiermodell testen zu können.
Nabelschnurblut - “Der Dornröschenschlaf”
Die Stickstofftanks sind das Herzstück von VITA 34. In den bislang 49 Tanks lagert das Nabelschnurblut von bis zu 1.680 Kindern und steht im Bedarfsfall schnell zur Verfügung. Die Edelstahltanks wiegen bis zu 1.600 Kilogramm und werden speziell in den USA gefertigt. Eine Vakuumschicht im Inneren sorgt für konstante Temperaturen von bis zu minus 196 Grad Celsius. Damit die Anlagen immer einwandfrei funktionieren, werden sie täglich mehrfach überprüft. Beim Umgang mit den Tanks müssen strenge Sicherheitsvorschriften eingehalten werden: Spezielle Schutzhandschuhe, wenn Nabelschnurblutpräparate hineingelegt oder herausgenommen werden, sowie ein Gesichtsschutz beim Nachfüllen des flüssigen Stickstoffs sind für die Mitarbeiter von VITA 34 daher mittlerweile Routine.
Nabelschnurblut - Bald in ausreichender Menge vorhanden?
Wenn ein Produkt auf dem Markt Bestand haben soll, dann muss es in ausreichender Menge schnell verfügbar und leicht anzuwenden sein. Zudem ist es wichtig, eine immer gleiche Qualität zu gewährleisten. Das gilt auch für Zelltherapie-Produkte, wie beispielsweise Nabelschnurblut. Dr. Nicole zur Nieden weiß als Arbeitsgruppenleiterin für Stammzelltechnologie am Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig, dass das in ihrem Fall nur mit Suspensionskulturen (Anm. d. Red.: Zellen schwimmen frei im Nährlösung.) zu bewerkstelligen ist: „Die massenhafte Vermehrung von Zellen in Zellkulturflaschen ist vom Arbeits- und Materialaufwand her nicht attraktiv. In Suspensionskulturen hingegen können große Zellmengen unter immer gleichen Bedingungen hergestellt werden“. Deshalb will die Wissenschaftlerin herausfinden, worin die Unterschiede zwischen einer statischen zweidimensionalen Vermehrung in der Zellkulturflasche und der dreidimensionalen Suspensionskultur liegen. Ihre Ergebnisse sind wegweisend auf dem Gebiet: „Generell kann das Verfahren auf alle Zellen angewendet werden, beispielsweise auf Stammzellen aus Nabelschnurblut, es muss nur auf die besonderen Eigenschaften der jeweiligen Zellart eingegangen werden“.
Nabelschnurblut bei Schlaganfall
Sind Stammzellen zur Therapie von Schlaganfall-Patienten einsetzbar? Diese Frage stellte sich der Forscher Dr. Johannes Boltze vom Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig. In Tierexperimenten zeigten er und sein Team erfolgversprechende Effekte nach Transplantationen von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Knochenmark.
„Durch die Verabreichung von Stammzellen können die natürlicherweise nach einem Schlaganfall ablaufenden Prozesse im Gehirn beeinflusst werden. Dabei wird das hirneigene Potenzial zur Neuorganisation der Nervenverbindungen unterstützt.“, kommentiert der Forscher die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Untersuchungen. Außerdem konnte die Arbeitsgruppe nachweisen, dass mit Hilfe der Stammzellen ausgefallene Bewegungsleistungen regeneriert werden können und sich der Zeitraum bis zum Start der Therapie um wertvolle Stunden verlängern lässt.